Priester, Ordensgründer, Erneuerer der Kirche in Kerala · Fest: 3. Januar

📖 Mt 5,16
Kuriakose Chavara wurde am 10. Februar 1805 in Kainakary bei Alappuzha in Kerala geboren und 1829 zum Priester geweiht. Mit Pater Thomas Palackal und Pater Thomas Porukara gründete er in Mannanam (1831) die erste einheimische Ordensgemeinschaft für Männer in Indien, die heutigen Karmeliten der Unbefleckten Maria (CMI). Er nahm den Namen Kuriakose Elias von der Heiligen Familie an und wurde ihr erster Generalprior.
Er war ein großer Erneuerer. In Mannanam gründete er eine Druckerei, förderte eine Schule neben jeder Kirche, eröffnete Häuser für Arme und Sterbende, erneuerte die Liturgie und die Volksexerzitien. Mit dem Karmelitenmissionar Pater Leopold Beccaro gründete er 1866 die erste Schwesterngemeinschaft der syro-malabarischen Kirche, die heutige Kongregation der Mutter vom Karmel (CMC). Als Generalvikar bewahrte er in der Krise um Rokos 1861 die Einheit der Kirche mit dem Heiligen Stuhl.
Er schrieb Gedichte, geistliche Werke und das bekannte Testament für christliche Familien, Chavarul. Er starb am 3. Januar 1871 in Koonammavu. Am 8. Februar 1986 wurde er in Kottayam selig- und am 23. November 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen.
Aus Chavaras Gebet gingen Schulen, eine Druckerei, Häuser für Arme und neue Ordensgemeinschaften hervor.
Sein Ruf nach einer Schule neben jeder Kirche prägte die Bildung in Kerala.
In einer Zeit der Spaltung wählte er die Treue zum Nachfolger Petri.
Sein Chavarul gibt Eltern und Kindern einfache, praktische Ratschläge.
Chavara ermutigte die Pfarreien, neben der Kirche eine Schule zu eröffnen, damit arme Kinder jeder Kaste und Gemeinschaft lesen lernten. Viele Schulen in Kerala gehen auf diese Bewegung zurück.
Vor seinem Tod schrieb er den Familien seiner Heimatpfarrei Kainakary einen Brief mit Ratschlägen, den Chavarul. Er spricht von Gebet, Arbeit, Ehrlichkeit, Gastfreundschaft und der Erziehung der Kinder und wird in Kerala bis heute gelesen.
Eine gute christliche Familie ist ein Abbild des Himmels.
Hl. Kuriakose Elias Chavara, Chavarul, übersetzt
Ein Tag, an dem du anderen nichts Gutes getan hast, zählt nicht im Buch deines Lebens.
Hl. Kuriakose Elias Chavara, Chavarul, übersetzt
1829 geweiht, lebte er für sein Volk.
Die CMI (1831), mit P. Leopold Beccaro die CMC (1866), eine Druckerei, Schulen, Sorge für Sterbende.
Bildung als Werk des Glaubens für jedes Kind.
Sein Testament an die Familien.
Liebe Schwestern und Brüder, der heilige Kuriakose Elias Chavara lebte im neunzehnten Jahrhundert, einer Zeit des Wandels und der Schwierigkeiten für die Kirche in Kerala. Er war Priester, Ordensgründer, Lehrer und Erneuerer, und er tat alles aus Liebe zu Gott und zu seinem Volk.
Mit zwei Mitbrüdern gründete er in Mannanam die erste einheimische Männerordensgemeinschaft Indiens, heute die Karmeliten der Unbefleckten Maria (CMI). Später gründete er mit dem Karmelitenmissionar P. Leopold Beccaro eine Schwesterngemeinschaft, heute die Kongregation der Mutter vom Karmel (CMC). Er gründete eine Druckerei, förderte eine Schule neben jeder Kirche, eröffnete Häuser für Arme und Sterbende und arbeitete in schweren Zeiten für die Einheit der Kirche.
Sein Wunsch nach einer Schule neben jeder Kirche hat Kerala verändert. Er verstand, dass Glaube und Bildung zusammengehören und dass jedes Kind, gleich welcher Kaste und Herkunft, lernen darf. Unsere Schulen sind heute Früchte dieser Vision. Liebe Lehrerinnen und Lehrer, ihr setzt sein Werk fort.
Vor seinem Tod schrieb er ein Testament an die Familien, in dem er sagte, eine gute christliche Familie sei ein Abbild des Himmels. Nehmen wir uns das zu Herzen: gemeinsam beten, Kinder mit Liebe und Disziplin erziehen, für die Armen sorgen. Und bitten wir den heiligen Chavara, uns zu helfen, unser Licht so leuchten zu lassen, dass andere unseren Vater im Himmel preisen (Matthäus 5,16).
Ihr seid das Licht der Welt (Matthäus 5,14).
Damit sie euren Vater preisen (Matthäus 5,16).
Der Glaube wird nicht unter den Scheffel gestellt (Matthäus 5,15).
Chavaras Reformen in einer schwierigen Epoche.
Liebe Freunde, Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr seid das Licht der Welt; so soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen (Matthäus 5,14–16). Der heilige Chavara hat dieses Wort gelebt.
Seine guten Werke waren zahlreich: Schulen, eine Druckerei, Häuser für Mittellose, Erneuerung von Gebet und Liturgie. Doch achtet auf den Zweck, den Jesus nennt: damit die Menschen den Vater preisen. Chavara suchte nicht seinen eigenen Ruhm. Alles, was er tat, wies auf Gott. Seine Gemeinschaft nahm den Namen der Unbefleckten Maria an, und er selbst den Namen der Heiligen Familie.
Man zündet kein Licht an, um es unter den Scheffel zu stellen. Der Glaube ist persönlich, aber nie privat. Chavara trug das Licht des Glaubens in die Bildung, die Presse und die soziale Fürsorge. Christen heute müssen dieses Licht mit Ehrlichkeit und Dienstbereitschaft in Politik, Wirtschaft, Medien und Technik tragen.
Chavara lebte in schweren Zeiten, mit Verwirrung und Spaltung in der Kirche. Er verfluchte die Dunkelheit nicht; er zündete Lampen an. Klagen wir in den Schwierigkeiten unserer Zeit nicht nur. Zünden wir eine Lampe an: Helfen wir einem armen Kind beim Lernen, versöhnen wir einen Streit, beten wir um Einheit. So verändern Heilige die Geschichte.
Seine Schulen sagen: Lerne gut, um zu dienen.
Rosenkranz und Abendgebet in seinem Testament.
Ehrerbietung und Gehorsam als Tugenden.
Seine Häuser für Sterbende.
Liebe junge Menschen und Familien, dem heiligen Chavara lagen besonders zwei Dinge am Herzen: Schulen und Familien. Er wollte neben jeder Kirche eine Schule, damit jedes Kind lernen konnte, und er schrieb ein berühmtes Testament mit Ratschlägen für Familien.
Liebe junge Menschen, euer Lernen ist nicht nur für Noten oder einen Beruf. Chavara sah Bildung als einen Weg, Gott und der Gesellschaft zu dienen. Lernt ehrlich, helft Mitschülern, die sich schwertun, achtet eure Lehrkräfte. Wenn ihr Möglichkeiten habt, die eure Großeltern nie hatten, nutzt sie zum Dienen.
Liebe Eltern, Chavara sagte, eine gute christliche Familie sei ein Abbild des Himmels. Das heißt nicht eine vollkommene Familie. Es heißt eine Familie, in deren Mitte Gott steht: Abendgebet, die Heilige Messe / Heilige Qurbana am Sonntag gemeinsam mitfeiern, Vergebung, Disziplin mit Liebe und Sorge für die alten Eltern. Lasst nicht zu, dass Handy oder Fernsehen den Platz des Familiengebets einnehmen.
Schließlich eröffnete Chavara Häuser für Arme und Sterbende. Eine Familie, die sich in sich selbst verschließt, ist noch nicht der Himmel. Tut in diesem Monat als Familie gemeinsam ein gutes Werk: Besucht einen kranken Nachbarn, helft einem armen Schüler, teilt Essen. Dann wird euer Zuhause ein kleiner Himmel, wie Chavara es erhoffte.
Herr, unser Gott, du hast den heiligen Kuriakose Elias Chavara zu einem Mann des Gebetes, einem Erbauer der Kirche und einem Lehrer der Familien gemacht. Mache auf seine Fürsprache unsere Häuser zu Abbildern des Himmels und unsere Pfarreien zu Orten des Lernens und der Liebe. Amen.