Königstochter, Ehefrau, Mutter und Dienerin der Armen · Fest: 17. November

📖 Lukas 6,36
Elisabeth wurde 1207 als Tochter König Andreas' II. von Ungarn geboren. Als Kind kam sie an den thüringischen Hof und heiratete 1221 Landgraf Ludwig IV. von Thüringen. Die Ehe war glücklich; sie hatten drei Kinder, und Ludwig unterstützte ihre Freigebigkeit gegenüber den Armen.
Von der Wartburg stieg Elisabeth zu den Kranken und Hungernden hinab, speiste während einer Hungersnot täglich Hunderte und ließ unterhalb der Burg ein Hospital bauen. 1227 starb Ludwig auf dem Weg zum Kreuzzug in Otranto an einer Krankheit. Die erst zwanzigjährige Elisabeth war tief erschüttert.
Bald darauf verließ sie den Hof, schloss sich dem franziskanischen Dritten Orden an und gründete mit ihrem Witwengut in Marburg ein Hospital, in dem sie selbst Kranke, Arme und Aussätzige pflegte. Unter dem strengen Beichtvater Konrad von Marburg lebte sie in Armut und Buße. Sie starb erschöpft am 17. November 1231 mit vierundzwanzig Jahren und wurde 1235 heiliggesprochen. Die Elisabethkirche in Marburg erinnert an sie.
Elisabeth liebte ihren Mann und ihre Kinder; ihre Heiligkeit wuchs im Familienleben.
Als Fürstin sah sie ihren Besitz als Eigentum der Armen.
Nach dem Tod ihres Mannes verwandelte sie die Trauer in tieferen Dienst.
Eine Legende erzählt, Elisabeth sei mit Brot im Mantel für die Armen angehalten worden; als sie den Mantel öffnete, waren nur Rosen zu sehen.
1229 gründete Elisabeth in Marburg ein Franziskus-Hospital und pflegte dort bis zu ihrem Tod selbst die Kranken.
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist (Lk 6,36).
Sie liebte Mann und Kinder; ihre Heiligkeit wuchs in der Ehe.
Mit zwanzig Witwe, gründete sie ein Hospital und pflegte selbst die Kranken.
Liebe Schwestern und Brüder, die heilige Elisabeth war eine Königstochter, die nur vierundzwanzig Jahre lebte, und doch ist sie eine der beliebtesten Heiligen Europas. Warum? Weil sie das Wort Jesu ernst nahm: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist (Lk 6,36).
Sie war eine liebende Ehefrau und Mutter. Ihr Mann Ludwig unterstützte ihre Nächstenliebe, und von der Wartburg ging Brot hinab zu den Hungernden. Heiligkeit führte sie nicht aus dem Familienleben heraus, sie wuchs darin. Nach Ludwigs Tod verwandelte sie ihre Trauer in Dienst und gründete in Marburg ein Hospital.
Elisabeth lehrt Familien, dass Heiligkeit zu Hause möglich ist, und Trauernde, dass sie noch Liebe schenken können. Teilen wir heute Brot mit einem Hungernden und beten wir für Familien, die einen Ehepartner verloren haben. Amen.
Gott der Barmherzigkeit, du hast der heiligen Elisabeth die Gnade geschenkt, Christus in den Armen zu erkennen und zu ehren. Auf ihre Fürsprache mache uns zu unermüdlichen Dienern der Hungernden und Bedrängten. Amen.