Priester, Vater und Lehrer der Jugend, Gründer der Salesianer · Fest: 31. Januar

📖 Matthäus 18,5
Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in Becchi bei Castelnuovo d'Asti im Piemont in Norditalien geboren, in einer armen Bauernfamilie. Sein Vater starb, als er noch keine zwei Jahre alt war, und seine Mutter, Margherita Occhiena, zog ihre Söhne in tiefem Glauben auf. Johannes musste hart arbeiten und kämpfte jahrelang darum, studieren zu können.
1841 wurde er in Turin zum Priester geweiht. Die Stadt wuchs mit ihren Fabriken rasch, und viele Jungen vom Land lebten auf der Straße, arbeiteten unter harten Bedingungen oder landeten im Gefängnis. Don Bosco, wie man ihn bald nannte, versammelte sie sonntags zu Spiel, Katechese und Gebet. Dieses Oratorium, nach dem hl. Franz von Sales benannt, fand 1846 in Valdocco ein festes Zuhause. Er eröffnete Werkstätten und Schulen, und seine Mutter kam, um dort als Mutter der Jungen zu leben.
Seine Erziehungsweise, die er das Präventivsystem nannte, ruhte auf Vernunft, Religion und liebevoller Güte: Der Erzieher bleibt bei den jungen Menschen, gewinnt ihr Vertrauen und beugt dem Bösen vor, statt es nur zu bestrafen. 1859 gründete er die Salesianische Gesellschaft und 1872 mit der hl. Maria Domenica Mazzarello die Töchter Mariä, Hilfe der Christen. Er erbaute in Turin die Basilika Maria, Hilfe der Christen, und sandte Missionare nach Südamerika. Zu seinen Schülern gehörte der hl. Dominikus Savio.
Don Bosco starb am 31. Januar 1888 in Turin. Papst Pius XI. sprach ihn am Ostersonntag 1934 heilig. Die Salesianer kamen 1906 nach Indien, und heute führen ihre Schulen, technischen Institute und Heime für gefährdete Kinder in Kerala und im ganzen Land sein Werk fort.
Don Bosco wollte, dass junge Menschen wissen, dass sie geliebt sind.
Vernunft, Glaube und Güte formen gute Christen und ehrliche Bürger.
Heiligkeit kann fröhlich sein.
Er tat alles unter dem Schutz Mariens, der Hilfe der Christen.
In seinen Erinnerungen erzählt Don Bosco von einem Traum, den er mit etwa neun Jahren hatte: eine Schar raufender Jungen, ein ehrwürdiger Mann, der ihm sagte, er solle sie nicht mit Schlägen, sondern mit Sanftmut gewinnen, und eine Frau, die ihm wilde Tiere zeigte, die sich in Lämmer verwandelten. Später verstand er ihn als Sendung seines Lebens.
Als Junge lernte Johannes nach seinen Erinnerungen Jonglieren und Seilkunststücke, um die Kinder des Dorfes zu versammeln; nach der Vorstellung wiederholte er die Sonntagspredigt und betete mit ihnen.
Erzählungen von Don Bosco und seinen Gefährten berichten von einem großen grauen Hund, der erschien, wenn er auf den Straßen Turins in Gefahr war, ihn beschützte und dann wieder verschwand.
Es genügt nicht, die Jugend zu lieben; die jungen Menschen müssen wissen, dass sie geliebt werden.
Hl. Johannes Bosco, Brief aus Rom, 1884, sinngemäß
Wer ein Kind aufnimmt, nimmt Christus auf (Matthäus 18,5).
Ein Erziehungsweg für Familien und Schulen.
Sie hat alles getan, sagte er.
Liebe Freunde, der heilige Johannes Bosco wuchs arm auf, verlor als kleines Kind seinen Vater und musste darum kämpfen, eine Ausbildung zu erhalten. Als er in Turin Priester wurde, sah er Jungen, die auf der Straße lebten, in Werkstätten ausgebeutet und in Gefängnisse gesperrt wurden, und er beschloss, ihnen sein Leben zu schenken.
Jesus sagte: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf (Matthäus 18,5). Don Bosco nahm Tausende auf. Er spielte mit ihnen, lehrte sie ein Handwerk, hörte ihre Beichte und führte sie zu Christus. Sein Weg war Vernunft, Religion und liebevolle Güte.
Er pflegte zu sagen, es genüge nicht, die Jugend zu lieben; sie müsse wissen, dass sie geliebt wird. Eltern, Lehrer und Priester können sich fragen: Fühlen sich die jungen Menschen um mich herum geliebt? Finden sie bei uns Geduld und Freude?
Beten wir heute für die Kinder und Jugendlichen unserer Familien und Pfarreien, besonders für jene, die in Gefahr sind oder niemanden haben, der für sie sorgt. Mögen der heilige Johannes Bosco und Maria, die Hilfe der Christen, die er so sehr liebte, sie zu Christus führen. Amen.
Herr, unser Gott, im heiligen Johannes Bosco hast du der Jugend einen Vater und Freund geschenkt. Gib uns auf seine Fürsprache Geduld, Freude und Güte im Umgang mit Kindern und jungen Menschen, und hilf uns, sie zu Christus zu führen. Amen.